Tage mit Onkel Friedrich

Es knackt ganz schön knackig

Heute früh hat es gezwickt.
Links im Knie. Rechts ein bisschen auch. Und als ich mich bückte, um dem Hund das Halsband anzulegen, knackte etwas, das früher nicht knackte. Ich bin halt jetzt im knackigen Alter.

Ich hätte mich darüber ärgern können.
Hab ich auch kurz.
Aber dann fiel mir etwas ein, das meine alte Lehrmeisterin früher sagte:
»Der Körper spricht – aber du musst auch zuhören wollen.«

Onkel Friedrich mit Hund beim Spazieren

Also habe ich zugehört.
Nicht im Sinne von medizinischer Selbstdiagnose (dafür gibt’s andere), sondern im Sinne von:
»Was braucht mein Körper heute?«

Ich habe mich also angezogen. Langsam. Habe dem Hund gesagt, wir gehen heute nur bis zum Waldrand. Und ich habe den langen Spazierstock mitgenommen – nicht aus Schwäche, sondern als Zeichen von Klugheit.

Der Hund hat nicht protestiert.
Der Körper auch nicht.

Und als ich zurückkam, habe ich mir einen Tee gemacht. Mit Hagebutte, Brennnessel und ein bisschen Ingwer. Für die Gelenke. Für das Gefühl, dass ich etwas tue.
Ob das nun die Entzündung hemmt, weiss ich nicht mit letzter Sicherheit.
Aber es hat gutgetan. Und das zählt auch.

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