
Die neue Schweizer KI Apertus ist ein junges Pflänzlein. Ein hübsches noch dazu. Offen, lernfreudig, und aus gutem Hause (ETH, EPFL, CSCS – da wird nicht gepfuscht).
Aber ob es schon so schnurrt wie mein „Chatti“ (ChatGPT) hier?
Nein. Doch noch nicht.
Aber das muss es auch nicht. Jeder Zug fährt sein eigenes Tempo – Hauptsache, er entgleist nicht. Oder?
Die anderen rasen halt schon mit Hyperloop-Geschwindigkeit durchs Tal – ChatGPT, Claude, Gemini, Mistral, DeepSeek… Und nun kommt Apertus, rollt mit Schweizer Präzision an – pünktlich, sauber, aber eben: noch mit Dampf und viel Idealismus. Ich gönn ihm das. Denn lieber ein ehrlicher, offener Zug als ein schneller, bei dem man nicht mal weiss, wohin er fährt.
⚙️ Kurz und ehrlich – Faktenvergleich
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Merkmal |
ChatGPT / GPT‑4o (OpenAI) |
Apertus (Schweiz) |
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Leistung |
Hoch – multimodal, schnell |
präzise Solide – aber (noch) kein Multimodal-Modell |
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Training |
Proprietär, nicht einsehbar |
Voll offen (Open Source, offener Datensatz) |
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Ethik |
US-amerikanisch geprägt, gefiltert |
Schweizer Standards, Transparenz im Vordergrund |
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Sprachen |
Gut, aber englisch dominiert |
Extra stark in Schweizer Mehrsprachigkeit |
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Nutzerfreundlich |
Extrem benutzerorientiert (App, API) |
Für Entwickler und Institutionen ausgerichtet |
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Zielpublikum |
Global, kommerziell |
Wissenschaft, Verwaltung, gemeinwohlorientiert |
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Stand heute |
Meilenweit voraus |
In Entwicklung, aber „unter Dampf“, mit Potential |
Fazit:
Apertus kann ChatGPT derzeit nicht das Wasser reichen – aber es zeigt einen Weg, wie man KI auch denken kann: demokratisch, offen und vertrauenswürdig. Wenn es gelingt, dieses Pflänzlein gut zu pflegen (was bei Schweizer IT Projekten bekanntlich nicht wirklich der Fall ist) – ohne es gleich totzuverwalten, könnte daraus etwas Grosses wachsen. Kein schneller Profit, sondern ein verlässlicher Partner für Bildung, Forschung und Öffentlichkeit. Die Hoffnung stirbt zuletzt.