Manchmal lernt man Dinge, die man am liebsten nie anwenden möchte.
Neulich sass ich mit Hektor im Garten, als mir ein Gedanke kam:
„Sag mal, Hektor… wenn ich jetzt vom Kirschbaum fallen würde – wen würdest du eigentlich anrufen?“

Hektor schaute mich an.
Nun ja. Ohne Daumen wird das schwierig.
Aber die Frage ist gar nicht so dumm. Viele Menschen kennen noch die Nummern von früher – oder die aus dem Nachbarland.
In Deutschland?
Polizei 110, Rettung 112.
In der Schweiz?
Polizei 117, Sanität 144, Feuerwehr 118.
Und wenn der Kopf im entscheidenden Moment leer ist?
Dann gibt es eine Nummer, die man sich merken sollte:
112 – der internationale Notruf in Europa.
Sie funktioniert in der Schweiz, in der EU und in vielen weiteren Ländern. Sie ist genau dafür gedacht: für Menschen, die unterwegs sind, auf Reisen, nervös sind – oder schlicht gerade nicht das Telefonbuch im Kopf haben.
Natürlich dürfen wir weiterhin unsere lokalen Notrufnummern kennen. Aber die 112 ist ein bisschen wie das Sackmesser in der Hosentasche:
Vielleicht nicht immer das Spezialwerkzeug – aber wenn es darauf ankommt, ist man froh, dass es da ist.
Onkel Friedrichs kleine Merkhilfe
1 + 1 + 2
Einer hilft. Einer hört zu. Zwei kommen vielleicht vorbei.
Hoffentlich brauchen wir sie nie.
Aber wenn doch – wissen ist besser als suchen.
Euer
Onkel Friedrich
(und Hektor, der inzwischen übt, mit der Nase den Bildschirm zu bedienen.)